Der lange Abschied der Normalspur-Dampfloks

Schon 1981 wollte die Deutsche Reichsbahn die Normalspur-Dampfloks abstellen. Doch erst 1988 kam das offizielle Ende. Selbst danach gab es noch Ausnahmen. Einstweilen sorgte die Dampf-Renaissance für eine Menge Überraschungen.

Für kohlegefeuerte Dampflokomotiven ist die Zeit noch nicht abgelaufen © Rudolf Heym, Wolfgang Dath, Bodo Schulz, Volker Emersleben

In einem Fernsehinterview erklärte 1978 Verkehrsminister Otto Arndt, dass zum Ende des Fünf-Jahr-Planes alle Normalspur-Dampfloks abgestellt sein werden. Das wäre 1981 gewesen. Heute wissen wir es besser. Es gab zwar das große Aus für die Schnellzug-Dampfloks zwischen Berlin und Dresden und auch Leipzig schickte seine 03.20 am 30. September 1978 aufs Altenteil bzw. zum 26. Mai 1979 nach Wittenberge. Die Berliner 01er fuhren nur bis zum 30. September 1979 nach Stettin, die Stralsunder 03.00 bis 31. Mai 1980 nach Berlin. Aber bei all diesen Maßnahmen: Es ging noch Jahre weiter.

Denn die Ölkrise brachte um 1980/1981 alles durcheinander. Viele ölgefeuerten Maschinen wurden abgestellt: Loks der Baureihen 44 und 50 in Wittenberge, Wismar, Eberswalde, Angermünde, Pasewalk, Loks der Baureihen 01.5 und 44 in Saalfeld. Das Ende der Bergkönigin, der Baureihe 95, wurde gleich im Februar 1981 besiegelt. Wochen später fuhr die letzte Saalfelder 01.

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