Westbahn von Wien nach Bregenz

Die Westbahn Wien – Salzburg – Innsbruck – Bregenz stellt heute im Netz der ÖBB die wichtigste und in Teilstrecken profitabelste Bahnlinie dar. Zunächst ein eher loses Streckengeflecht, begann.
Nationaler und internationaler Fern - verkehr ist auf der Westbahn zu Hause. Im Juli 1983 legt sich Ellok 1044.49 mit Ex 463 zwischen Salzburg und Linz im stilreinen „Jaffa-Orange“ in die Kurve (Bild bei Wallersee). Foto: Georg Wagner © Georg Wagner
Der Welthandel spielte beim Bau der Westbahnstrecke von Wien nach Bregenz eine wesentliche Rolle, und auch das benachbarte Bayern mischte mit. Die Bahnlinie durch das Inntal gilt als Verlängerung der Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim – Staatsgrenze und war das erste Teilstück der gesamten Westbahnstrecke. Selbst der Bau der Vorarlberger Bahn ist auf die Erschließung des Allgäus und der Schweiz zurückzuführen, während die direkte Anbindung der Bundesländer Tirol und Salzburg noch mehr als 15 Jahre auf sich warten ließ. Alles in allem entstand die Westbahn Wien – Bregenz in mehreren Etappen und über ein Vierteljahrhundert hinweg.

Die Kaiserin-Elisabeth-Bahn
Heute wird unter dem Begriff „Westbahn“ nur mehr die Strecke Wien-Westbahnhof – Salzburg verstanden, die als zweiter Abschnitt der Verbindung kurz nach dem Inntal-Teilstück in Betrieb ging. Die k. k. priv. Kaiserin-Elisabeth-Bahn (KEB) eröffnete am 15. Dezember 1858 den Betrieb zwischen Wien und Linz. Bis 1860 waren auch Salzburg und das Netz der Königlich Bayerischen Staatsbahn erreicht.

Linz hatte für das österreichische Eisenbahnwesen insgesamt eine Pionierrolle. Hier nahm am 1. August 1832 die Pferdebahn nach Budweis den Betrieb auf – genau genommen die erste Eisenbahn des europäischen Kontinents. Auf einer Spurweite von 1.106 Millimetern wickelte die später noch von Linz nach Gmunden erweiterte Bahn Salztransporte ab. Mit dem fortwährenden Bau vollwertiger Eisenbahnen und dem Einsatz dampflokgeführter Züge wurde diese Betriebsform aufgegeben. Die KEB übernahm 1857 die Pferdebahn Gmunden – Linz – Budweis; deren Reste können heute noch bei der Pferdemuseumsbahn in Rainbach bei Freistadt bewundert werden.

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