Die Frankenwaldbahn Lichtenfels – Saalfeld

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In der Nacht vom 10. zum 11. September 1949 endete der gebrochene Verkehr zu Gunsten regulärer Durchfahrten: Das Zugpaar FD 149/150 verkehrte zwischen München und Berlin. Die politischen Systeme offenbarten sich in der unterschiedlichen Länge der Kontrollaufenthalte. In Ludwigsstadt genügten 24 Minuten, in Probstzella hatten die Uniformierten zwei Stunden Zeit. Immerhin fanden die Kontrollen im Zuge statt. Der Aufenthalt in Ludwigsstadt diente noch immer auch einem Lokwechsel: Hier musste von einer Ellok der nunmehrigen Bundesbahndirektion (BD) Nürnberg auf eine Dampflok der Reichsbahndirektion Erfurt umgespannt werden. Diese Kuriosität entfiel am 12. Juni 1950, als der mit Material aus Bayern neu elektrifizierte Bahnhof Probstzella wieder ans Netz ging. Gleichwohl verschärfte die DDR die Trennung: Am 1. Oktober 1951 wurde der Haltepunkt Falkenstein Zonengrenze geschlossen, nachdem die DDR-Grenzorgane hier die Straßenverbindung abgeriegelt hatten.

Verbindungen 1966 bis 1989
In der Folge entwickelte sich ein grenzüberschreitender Reise- und Güterverkehr, der im Vergleich zur Vorkriegszeit deutlich geringere Ausmaße hatte. Im Personenverkehr fuhr nur eine Handvoll D-Züge durch die Lücke im Stacheldraht. Im Sommer 1966 gab es
D 129/130 „Saßnitz-Express“ München – Berlin Stadtbahn – Saßnitz Hafen u.z.
D 151/152 München – Berlin Stadtbahn u.z.
D 1051/1052 Nürnberg – Leipzig u.z.
D 2029/2030 Stuttgart – Berlin Stadtbahn u.z. (nicht tägl.)
Zehn Jahre später hatte sich die Situation leicht verändert; inzwischen waren der kleine Grenzverkehr und ein Saison-Autoreisezug hinzu gekommen, wobei Letzterer auf der Frankenwaldbahn (abgesehen vom Grenzaufenthalt) nicht hielt. Im Sommer 1976 fuhren:
D 300/301 München – Berlin Stadtbahn u.z.
D 302/303 München – Berlin Stadtbahn u.z.
D 402/402 Nürnberg – Leipzig u.z.
E 2002/2007 Ludwigsstadt – Saalfeld, Saalfeld – Lichtenfels (nicht tägl.)
D 9500/9501 München Ost – Berlin Stadtbahn u.z. (Autoreisezug, nicht tägl.)
Bis zum Sommer 1989 hatten die Bahngesellschaften noch ein weiteres D-Zug-Paar  eingerichtet. Nun gab es folgende Reisemöglichkeiten:
D 300/301 München – Berlin Friedrichstraße u.z.
D 302/303 München – Berlin Friedrichstraße u.z.
D 306/307 Nürnberg – Berlin Friedrichstraße u.z.
D 402/403 Nürnberg – Leipzig u.z.
D 1306/1307 München Ost – Berlin-Wannsee (Autoreisezug, nicht tägl.)
E 2002/2007 Ludwigsstadt – Saalfeld, Saalfeld – Lichtenfels

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