Ellok-Baureihe 212/243 der Deutschen Reichsbahn - Die „Weiße Lady“

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Im Rahmen der Betriebserprobung als 243 war die Lok vom 7. bis 29.März 1984 dem Bahnbetriebswerk Dresden zur Erprobung unter Alltagsbedingungen zugeordnet. Der Einsatzplan war vielfältig konzipiert. 243 001 fuhr vorwiegend in leichten Plänen der Baureihe 250 (Schnellzugdienst) und in Güterzugplänen der Baureihe 242. Dabei gliederte sich die Erprobungszeit in Sachsen in zwei Abschnitte. Bis zum 22. März 1984 war die Lok vorrangig auf der schwierigen Verbindung zwischen Dresden und Reichenbach vor den Zügen D 466 / D 965 im Einsatz. Nachts wurden von Dresden-Friedrichstadt aus Güterzüge über Freiberg nach Karl-Marx-Stadt-Hilbersdorf bespannt. Ab 23. März 1984 war 243 001 vor den Schnellzügen D 77 / D 913 auf der Relation nach Berlin (Rangsdorf) und Bad Schandau im Einsatz. Am 29. März 1984 verließ die Lok Dresden und wurde letztmalig für mehrere Tage auf dem Diagnoseprüfstand in Zwickau überprüft.

Am 2. April 1984 rollte 243 001 dann zurück nach Halle. Noch im Sommer 1984 erklärte die VES M die Erprobung der „Weißen Lady“ für abgeschlossen. Die Technik der Baureihe 212/243 hatte ihre Feuertaufe bestanden.

Die Serienfertigung 

Bereits Ende Oktober 1984 wurden die Lokomotiven des ersten Bauloses an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert. Am 12. Oktober 1984 nahm die DR Lok 243 003 ab, am 25. Oktober Lok 243 002. In den Bahnbetriebswerken Halle P und Erfurt gingen die ersten Serienloks in den Plandienst. Das Bw Dresden erhielt mit 243 006–008 im November/ Dezember 1984 die ersten fabrikneuen Maschinen. Außerdem wurde das Bw Garantiestützpunkt für die Neubauloks der Baureihe 243. Die nächste Ellok-Generation hatte bei der DR Einzug gehalten. Und was damals noch keiner wusste: Die Baureihe 243, welche mit der „Weißen Lady“ ihren Anfang genommen hatte, wurde zur meistgebauten Reichsbahn-Elektrolok und –nach der DB-Baureihe 140 – zur zweitmeistgebauten Ellok-Serie in Europa. Nicht weniger als 646 Serienloks kamen von 1984 bis 1990 zur DR.


AUTOR: Rainer Heinrich FOTOS: Rainer Heinrich

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