Neubeginn und Niedergang

Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg wurden Eisenbahntruppen in Deutschland verboten, doch in Gestalt der Besatzungstruppen sah man weiter Militär auf Strecken und Bahnhöfen. Hitlers Regime setzte sich ab 1933 über Verbote hinweg und rüstete für den Eroberungskrieg. Die Eisenbahn wurde Teil der Planungen.

Von Andreas Knipping
 
Kriegsähnliche Verhältnisse herrschen 1919 in vielen Regionen in Mitteleuropa. Dieser Unfall oder Anschlag hat außer Bahnbeamten auch Soldaten auf den Plan gerufen; er könnte sich in Oberschlesien zugetragen haben. © Slg. A. Knipping/ B. Rampp

Die Siegermächte des Ersten Weltkriegs waren sich einig: Eisenbahn und Militär durfte es auf deutscher Seite nur noch in geringer Stärke geben. Der Versailler Vertrag gestand der Weimarer Republik lediglich ein Berufsheer von 100.000 Mann zu. Neben Panzern, Flugzeugen, U-Booten waren auch Eisenbahntruppen verboten. Was nicht hieß, dass dies in der Praxis befolgt wurde. Die Reichswehr umging die Verbote bereits in den 20er-Jahren, unter anderem mit geheimen Stützpunkten in der Sowjetunion, wo die Luftwaffe der »Schwarzen Reichswehr« üben konnte.

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